Aktuelle Meldung
Der 3. Tag
Der gestrige Tag begann mit der Frage: „Was nun?“
Socke lahmte seit dem Vorabend immer noch ziemlich stark und die ganze Strecke von über 20 km hätte er nie geschafft. So entschlossen sich unsere Pilger, im Blauen Klaus bis ans Ende der Etappe zu fahren und von dort aus dann ein Stück den Ochsenweg zu wandern.
Eigentlich wollten sie bis Lentförden und zurück gehen, aber wieder einmal machte ihnen die fehlende Beschilderung des Weges einen Strich durch die Rechnung. Sie liefen im Kreis und als sie wieder in Bad Bramstedt ankamen, mussten sie einsehen, dass Socke einfach nicht mehr konnte.
Auf das Leid der Tiere wollten Christine und Anja aufmerksam machen, aber der eigene Hund sollte nicht darunter leiden. Also bat Christine schweren Herzens, ihren Mann den Hund abzuholen.
„Ich würde und werde mich da durchbeißen, aber mein Hund soll sich nicht quälen müssen“ waren ihre Worte.
Was ist wohl damals mit den Tieren passiert, die nicht mehr konnten? Wurden sie zurück gelassen oder gleich getötet?
Freud und Leid liegen oft dicht zusammen – auf der einen Seite war Christine sehr traurig darüber, Socke nach Hause zu verabschieden, auf der anderen Seite wurde der faule Tag von unseren Pilgern genossen. Zumal sie netten Besuch erhielten und natürlich brachte dieser Besuch leckeren Proviant mit.
Christine und Anja fühlten sich wie im Schlaraffenland und selbstverständlich wurde Wert auf vegane Ernährung gelegt. Sogar beim Wein hatte man daran gedacht.
Natürlich wurden sie auch mit Kaffee versorgt und mit so viel Wasser, dass sie sich endlich einmal gründlicher waschen konnten. Bisher waren unsere Pilger an keinem See oder Bach vorbei gekommen, in den sie hätten hineinspringen können und so wurde schon fröhlich gelästert: „Immer dem Geruch nach“.
Die Nacht war heute für Christine ohne Socke sicherlich etwas ungewohnt, aber Anja fiebert schon dem nächsten Tag entgegen.
Wir wünschen ihnen für den heutigen Tag gut ausgeschilderte Wege und keine weiteren Ausfälle.
weitere Bilder hier






