Aktuelle Meldung
Der 4. Tag
Die Wärme steigt ins oft Unerträgliche und Anja und Christine müssen viele Pausen machen, mit Rücksicht auf die eigene Gesundheit und die ihrer Hunde.
Sie haben mit Dingen zu kämpfen, die wir in unserem täglichen zivilisierten und oft naturfernen Umfeld schon oft nicht mehr ermessen können.
Die Sonne sticht, es ist entweder kein Schatten vorhanden oder aber sie werden überfallartig von Bremsen und Mücken angegriffen, sobald sie ein kühleres Plätzchen gefunden haben.
Damit nicht genug, gesundheitlich sind unsere beiden Pilgerfrauen auch ziemlich angeschlagen.
Gerade Christine hat es schlimm getroffen. Ihre Füße sind eine einzige Katastrophe und bereiten ihr starke Schmerzen. Anja hat starke Rückenschmerzen, die vom Tragen des Rücksacks verursacht werden.
Auch die Hunde kommen bei den Temperaturen gesundheitlich an ihre Grenzen. Die Intervalle, in denen sie getränkt werden müssen, werden immer kürzer und auch sie werden an wichtigen und notwendigen Schattenoasen von Bremsen und Zecken geplagt.
So wird das Pilgern bereits jetzt sinngemäß, um Buße zu tun für verübtes Unrecht. Mit fröhlichem Wandern hat Christines und Anjas Weg im Moment nichts mehr gemein.
Für heute bleibt uns dann nur noch, wieder die Brücke zu schlagen zu dem, wofür gepilgert wird. Vermutlich reicht die Vorstellungskraft alleine nicht aus, um zu ermessen, welches Leid diese Strecke schon gesehen hat. Und sie reicht um Längen auch nichts aus, wenn man die Tiere vor Augen hat, die grade in diesem Moment über die Straßen dieser Welt in engen und überhitzen Lastwagen gekarrt werden.
Wünschen wir Christine und Anja viel Glück und dass sie sich und die Hunde regenerieren können...
Wir denken an euch, Mädels!
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